Pflegegeld und Krankenhausaufenthalt

Üblicherweise  bekommt die pflegebedürftige Person  ab dem zweiten Tag eines Krankenhaus-, Rehabilitations- oder Kuraufenthaltes kein Pflegegeld mehr ausbezahlt. Erst ab dem Tag der Entlassung wird das Pflegegeld wieder ausgezahlt.

Es gibt aber einige Ausnahmen:

  • Wenn die Pflegerin als Begleitperson (bei selbständigen Personen­be­treu­erin­nen) mit aufgenommen wird.
  • Wenn aus der Beschäftigung einer Pflegeperson Kosten entstehen, die vom Pflege­­bedürftigen auch während des Krankenhaus-, Rehabilitations-, oder Kur­auf­­ent­haltes zu tragen sind – z.B. das Gehalt der Pflegeperson (bei unselbständigen Personen­betreu­erinnen).
  • Wenn die Pflegeperson für eine Weiter- oder Selbstversicherung aufkommen muß. Hier wird statt des vollen Pflegegeldbetrages aber nur die Höhe des Versicherungsbetrages geleistet.

Die wichtigste Aufgabe des Krankenhauspersonals ist die medizinische Versorgung der Kranken. Leider bleibt oft nicht ausreichend Zeit, um z.B. pflegebedürftigen Menschen das Essen zu geben oder immer wieder einmal nachzufragen, ob die pflegebedürftigen Personen etwas brauchen oder um sich einfach für ein Gespräch zum Patienten zu setzen. Besonders bei den Mahlzeiten sehe ich ein Problem – sagt der pflegebedürftige Patient, daß er keinen Hunger hat, wird das Essens­tablett wieder unangetastet weggeräumt. Die Patienten bekommen dann zur Vermeidung von Unterernährung zwar intravenöse Nährlösungen, die alle Inhaltsstoffe enthalten die der Patient braucht. Dennoch wäre richti­ges Essen für die Patienten besser – nicht nur aus psychologischen Gründen.

In solchen Situationen ist es für pflegebedürftige Personen von Vorteil, wenn die 24-Stunden-Betreuerin als Begleitperson im Krankenhaus mitaufgenommen wird. Erstens ist eine inten­sivere Betreuung des Patienten möglich und zweitens ist ein gewohnter Mensch anwesend, der Vertrautheit in einer fremden und stressigen Umgebung bietet.

Dadurch kann auch das Krankenhauspersonal entlastet werden und sich mehr auf die medizinische Versorgung konzentrieren.