Familienhospizkarenz

Die Familienhospizkarenz bietet Arbeitnehmer/innen die Möglichkeit, sterbende Angehörige zu begleiten und schwerst erkrankte Kinder zu betreuen.

Seit 01.07.2002 gibt es für die Familienhospizkarenz einen gesetzlichen Anspruch. All jene, die diese spezielle Karenz in Anspruch nehmen, sind arbeits- und sozialrechtlich abgesichert.

Für folgende Personen kann die Familienhospizkarenz in Anspruch genommen werden:

  • Ehegatten und Ehegattin,
  • Eingetragene Partner/in und deren Kinder,
  • Lebengefährten / Lebensgefährtin und deren Kinder,
  • Eltern, Großeltern, Adoptiv- und Pflegeeltern,
  • Kinder, Enkelkinder, Stiefkinder, Adoptiv- und Pflegekinder
  • Geschwister sowie
  • Schwiegereltern und Schwiegerkinder

Ab dem 01.01.2014 haben Personen, die eine Familienhospizkarenz vereinbart haben, einen Anspruch auf das Pflegekarenzgeld. Zuständig für den Vollzug des Pflegekarenzgeldes ist das Sozialministeriumservice.

Darüber hinaus besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, als Ergänzung einen Zuschuss aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleich zu bekommen. Diese Leistung kann gemeinsam mit dem Pflegekarenzgeld beantragt werden. Die näheren Bestimmungen und die geltenden Richtlinien für den Familienhospizkarenz-Zuschuss entnehmen Sie bitte der Homepage des Bundesministeriums für Familien und Jugend.

Pflegegeld bei Vorliegen einer Familienhospizkarenz

Auf Antrag der pflegebedürftigen Person kann das Pflegegeld an jene Person ausbezahlt werden, welche die Pflege im Rahmen der Familienhospizkarenz (Vollkarenz) übernimmt. Eine besondere Vorschussregelung im Bundespflegegeldgesetz schafft die Möglichkeit, rasch und unbürokratisch zu helfen. Der Vorschuss wird pauschaliert mindestens im Ausmaß der Pflegegeldstufe 3 (€ 442,90) gewährt. Der Pflegegeldanspruch wird in Höhe der Stufe 4 (€ 664,30) gewährt, wenn bereits ein Anspruch in Höhe der Stufe 3 besteht.

Zusätzliche Absicherungsmaßnahmen:

Personen, welche die Betreuung schwerst erkrankter Kinder oder die Begleitung sterbender Angehöriger übernehmen, sind während dieser Zeit kranken- und pensionsversichert.

Abfertigungsansprüche bleiben erhalten. Für die Dauer der Familienhospizkarenz werden Beiträge für die „Abfertigung Neu“ vom Familienlastenausgleichsfonds geleistet.

Das Team BürgerInnenservice des Sozialministeriums informiert Sie kostenlos unter 0800 / 20 16 11.

Quelle: https://www.sozialministerium.at [abgefragt am 16-11-2018]