Dekubitus

Ein Dekubitus ist eine Gewebeschädigung, die durch hohen und längeranhaltenden Druck entsteht. Dieser Vorgang kann durch Reibung oder Scherkräfte zusätzlich negativ beeinflusst werden.

Es handelt sich beim Dekubitus also um einen Hautdefekt, der meistens aufgrund des Drucks des eigenen Körpergewichts auf die Unterlage entsteht, aber auch durch den Druck des Knochens von innen auf das Gewebe forciert werden kann. Man spricht daher auch vom Druckgeschwür. Solche Druckgeschwüre bilden sich bei permanent sitzenden oder liegenden, immobilen Patienten. Ältere Personen sind durch Veränderungen der Haut, reduzierte Beweglichkeit und Sensibilität besonders häufig von diesen chronischen Wunden betroffen.

Ein Dekubitus kann unterschiedlich groß und tief sein. Solche Wunden sind in der Regel infiziert. Dieses führt dazu, dass die Heilung nicht selten Monate in Anspruch nimmt. Bei sehr tiefen Geschwüren bleiben chirurgische Eingriffe oft nicht aus. Aber auch abgestorbene Zellverbände, sogenannte Nekrosen, müssen entfernt werden.

Quelle: www.dekubitus.de [abgefragt am 04-05-2017]